Mit großer Beteiligung nahmen die Schützen am Gedenkgottesdienst und der anschließenden Kranzniederlegung im Friedenspark anläßlich des Volkstrauertages teil.
In der gut besetzten Petri Kirche leitete Pfarrer Sven Keppler den Gottesdienst. Vikarin Ketges hielt die Predigt.

Die Rede von Bürgermeister Michael Meyer-Hermann und Jan Darnauer im Friedenspark widmete sich den vielen Kriegsgefangenen.
Noch bis zu 10 Jahren nach Kriegsende haben diese besonders in den russischen Kriegsgefangenenlagern gelitten. 8 Versmolder Soldaten waren als Spätheimkehrer registriert, die man versuchte in den letzten Jahren der Gefangenschaft mit Lebensmittelpakten zu unterstützen. Einige Teilnehmer der Veranstaltung konnten sich noch an den einen oder anderen Spätheimkehrer erinnern. Die Soldaten waren sowohl Täter als auch Opfer.
Der Volkstrauertag soll jährlich wieder an die Grauen der Kriege erinnern und eine ständige Mahnung sein, wie wichtig und fragil die von uns erworbene Freiheit und Demokratie ist. Überall auf der Welt gibt es immer noch Gefangene aufgrund von kriegerischen Konflikten oder politischer Auseinandersetzungen, die unsägliches Leid erfahren. Leider geht dieser Gedenktag an der Bevölkerung unbemerkt vorbei. So waren außer den geladenen Schützen und Stadtvertretern sowie der Feuerwehr nur einzelne Besucher anwesend als die Kränze zum Gedenken an die Gefallenen der Weltkriege niedergelegt wurde. Mit der Nationalhymne fand die Feier dann Ihren Abschluss.

"So eine große Beteiligung hatten wir lange nicht", freut mich Jörg Bechtel. "Besonders die Anwesenheit der vielen jungen Schützen überrascht mich."
Die Schützen verbrachten im Anschluss noch einige schöne Stunden mit dem amtierenden Königspaar Mario und Stefanie im Restaurant Memic. Der Verein bedankt sich für die gute Bewirtung.