Stark vertreten war der Schützenverein bei den Veranstaltungen anlässlich des Volkstrauertages. Trotz schlechtem Wetter fanden sich mehr als 40 Schützinnen und Schützen am Sonntag Morgen auf dem Marktplatz ein.
Sven Keppler fand in seiner Predigt in der Petri Kirche Worte der Mahnung und der Ermutigung. Er rief die Zuhörer auf, wachsam zu sein und sensibel für Angriffe auf die Demokratie. Die weltweiten Strömungen in der Politik zu immer autoritäreren Regimen stellen auch in unserem Land eine Bedrohung dar. Die Kriege sind nicht weit weg von uns. Wir sollten es hier nicht zu diesen extremen Entwicklungen als Folge autoritärer Despoten kommen lassen. Meinungsfreiheit, Vielfalt, Toleranz und Respekt gegenüber Andersdenkenden sind wichtiger denn je. Die Demokratie muss verteidigt werden.
Nach dem Gottesdienst fand die Gedenkfeier im Friedenspark statt. Die Feier war durchgängig von Regen begleitet. Besonders die Mitglieder des Musikzuges Oesterweg der Freiwilligen Feuerwehr hatten unter der Nässe zu leiden. Trotzdem begleiteten sie unverzagt die Veranstaltung und sorgten für einen würdevollen musikalischen Rahmen. Die Reden hielten Bürgermeister Michael Meyer-Hermann, Jan Darnauer und Stadtarchivar Rolf Westheider. Mit Referenz auf das Buch von Richard Sautmann zu jüdischen Leben in Versmold wurde auf die auch in Versmold spürbaren Folgen der Weltkriege hingewiesen. Wie schnell sich Kriege entwickeln, welche Zerstörung und wie viele Tote sie bringen, sehen wir täglich in den Medien.
Nach den Gedenkfeiern ging es zum Frühschoppen in die Schützenhalle. Bierkönig Thomas Müller servierte eine herzhafte Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, die bei den Schützen reissenden Absatz fand.
Vielen Dank an alle Teilnehmer und Organisatoren